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Info zu unserer Spielgruppe

06.02.2012 14:40 Uhr     zu diesem Beitrag scrollen Beiträge von Feldmaus im Baum nicht mehr markieren

So, jetzt eröffne ich dafür einen eigenen Thread. Oft wurde hier schon gefragt, wie die verschiedenen Spielgruppen der Gemeinden aussehen und ich habe immer geschrieben, dass wir eine haben und ich mal in einer ruhigen Minute schreibe, wie die läuft Das habe ich nie gemacht, also schreiben ich hier und hoffe, dass alle von mir Vertrösteten es lesen!

Vorneweg: Wir sind eine Freikirche im Bund der evangelischen-freikirchlichen Gemeinden, um es genau zu nehmen sind wir Baptisten. Unsere Gemeinde hat so 170 Mitglieder und noch viele Freund und Gäste. Wir sind in der Stadt gerade sehr präsent, weil wir in Innenstadtnähe ein großes neues Gemeindezentrum gebaut haben und dort vor 1,5 Jahren eingezogen sind!

Unsere Spielgruppe ist offen, aktiv haben wir noch nie Werbung gemacht, trotzdem wird unsere Spielgruppe gut besucht. Wir haben bis zu 15 Müttern mit jeweils 1-2 Kindern (wobei es meist nur 1 Kind ist). Meistens sind es aber weniger - worüber wir auch froh sind! Die Kinder sind zwischen 0-3, wobei es da immer eine größere Gruppe gleichaltriger Kind besteht. Die Teilnahme ist kostenlos, wobei wir mittlerweile jede erste Spielgruppe im Monat eine Spardose aufstellen und dies auch ansagen. Wir treffen uns im Eltern-Kind-Raum unserer Gemeinde. Also ein Nebenraum vom GoDi-Raum - der eine große Glasscheibe zum GoDi-Raum hat.

Unser Programm ist bewusst NICHT missionarisch. Wir haben zwar hier und da auch mal mit christlichen Themen Berührungspunkte, aber ich mag die Programme einfach nicht, die bereits bei den Allerkleinsten die Bibel oder so in den Mittelpunkt stellt. Wir erzählen einfach bei passender Gelegenheit von unserem Glauben, wie wir leben und zeigen einfach durch unser Handeln, wie Gott uns prägt. Manchmal müssen wir den Umgang untereinander auch regeln, wenn wir merken, dass da was aus dem Ruder läuft und sagen dann auch konkret, dass wir keine Lästerei akzeptieren. Das passt nicht zu unserem Lebensstil, weil Jesus sich was anderes von und für uns wünscht. Somit ist allen klar, was unser Fundament ist, ohne dass wir dafür ein besonderes Porgramm brauchen.

Wir treffen uns ein Mal in der Woche für 2 Stunden - wobei die erste halbe Stunde offenes Ankommen ist. Danach – dann ist 9:30 - singen wir gemeinsam. Wir haben ein Begrüßungslied. Das Lied haben wir von Detlev Jöcker gemopst und umgedichtet. Da geht es darum, dass Gott alle liebt, egal ob groß uns klein und jedes Kind wird namentlich begrüßt. Dann werden noch 3 Lieder gesungen. Manche sind christlich, viele aber auch nicht. Dafür haben wir im Laufe der Jahre eine eigene Mappe geschrieben und gebunden.
Dann ist freie Spielzeit und die Mamis sitzen am Tisch und trinken Kaffee und manchmal wird spontan Kuchen mitgebracht. Die Kinder können auch einen Snack einnehmen. Da gab es früher immer mittelschwere Katastrophen und Streitigkeiten, so dass wir das eingeführt haben, dass die Kinder schokofreie Kekse, Sesamstangen, Reiswaffeln und Obst essen können, dass jeder Mal mitbringt und von uns zur Verfügung gestellt wird. Für die Mütter ist das die wichtigste Zeit und manchmal mussten wir die Mütter beim anschließenden Programm fast von den Stühlen schubsen! Somit haben wir ein festes Kaffee-Trinken- Ende eingeführt und
Kaffee, Kekse, Kuchen und Getränke schieben wir dann aus dem Raum raus. Das ist so zwischen 10:00-10:15h.
Anschließend gibt es Spiel und Spaß für die Kinder. Ein Mal im Monat ist das bei uns eine feste Kniereiterrunde mit wechselnden Lieder und dann kann es je nach Alter: Basteln (aber Kindgerecht!!! Ich mag es nicht, wenn eigentlich die Mamis basteln!!!! und wir basteln und 2 Gruppen nacheinander in einem separaten Raum), auf Matratzen mit Kissen toben, Kletterparcour, orffsche Instrumente, Buden bauen und mit Taschenlampen erkunden, mit gefüllten Flaschen, Kissen, Ballons spielen, die Liste könnte ich noch ohne Ende fühlen.....Also wenn da noch Bedarf ist, schreibe ich mal was, wenn ich ne Minute Zeit habe! Hahahaha!

Anschließend wird gemeinsam aufgeräumt und unser Abschiedslied gesungen.
Wir sind zu Zeit 2,5 Mitarbeiter und haben aber eine "Spielmami" eingeführt, die währen der Gruppe selber mit aufräumt, aufbaut, bei einer Gruppe bleibt, wenn wir uns wegen eine Bastelaktion trennen müssen, hinterher mitabwaschen MUSS. Somit ist geregelt, dass jeder helfen muss, meist helfen aber noch mehr Mamis mit!

Ein Mal im Monat gibt es keine Kinderprogramm nach dem Kaffeetrinken, sondern ein Elternthema - das ist mal ein normales Erziehungsthema (z.B.: Umgang mit Schuldgefühlen und Versagensängsten, Trotzphase, Schlafverhalten der Kinder, Essensgrundlagen, Wie kann ich mir Auszeiten gönnen?) oder eine christliches Thema (Welche Rolle spielt Religion in meiner Erziehung, Was wollte ich schon immer mal einen Pastor fragen (den hatten wir eingeladen)), Welche Werte möchte ich vermitteln). Da versuchen wir besonders viele Mitarbeiter zu haben, damit die Mütter auch wirklich unterhalten können und nicht immer zu ihrem Kind springen müssen.

Im Dezember hatten wir unsere erste Freizeit und die hat der Gruppe noch mal den richtigen Kick gegeben. Wir waren schon immer mehr als nur eine lose Gruppe, die sich trifft. Wir sind schon vorher eine persönliche, verbindliche, freundschaftliche Gruppe gewesen, aber auf der Freizeit ist das noch mehr geworden. Die Freizeit hatte auch einen großen missionarischen Teil für die Mütter und das hat viel ins Rollen gebracht. Im August wird es wohl die nächste Freizeit geben, mal sehen, was da alles passiert.

Noch Fragen?


Nachtrag vom 06.02.2012 20:05:38


Ach und wir essen alle paar Monate mal abends OHNE Kinder zusammen. Immer im privaten Rahmen. Also bei irgendwem zuhause. Ein Mal waren wir in einer Pizzeria, aber da wurde es so gar nicht persönlich. Also bestellen wir entweder was oder wir werden bekocht oder wir machen was, bei dem jeder was mitbringt!

Das ist auch immer ein Highlight!

Labels:  Spielgruppe 

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