Ich bin ein Mensch, dem der Umgang mit anderen Menschen schon immer schwergefallen ist. Besser gesagt: der das Beisammensein mit anderen Menschen als anstrengend empfindet. Besonders wenn viele Menschen um mich herum sind, z.B. im Job, erschöpft mich das sehr. Ich kann diese ganzen Eindrücke irgendwie nervlich nicht verarbeiten. Es äussert sich für mich darin, dass ich nach so einem Tag "unter Menschen" total erschöpft bin, wenn ich nach Hause komme. Ich erhole mich auch nicht wirklich, sondern mein "Energie-Reservoir" erschöpft sich zunehmens. Die Ruhepausen holen das nicht mehr rein, was ich rausgebe.
Ich bin momentan arbeitslos und fühle mich dann gut, wenn ich nach meiner eigenen Kraft leben kann, wenn ich Ruhe und Aktion so wähle, wie ich es kann.
Nun habe ich aber gerade einen längeren Kurs vom Arbeitsamt hinter mir und musste feststellen, dass ich mich mehrfach krankschreiben lassen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte. Mein Akku war einfach leer. Die 5-Tage-Woche habe ich kaum geschafft, obwohl die Belastung im Kurs nicht wirklich überdurchschnittlich war. Ich fühle mich total reizüberflutet, alles ist mir zu viel, ich bin total erschöpft und gleichzeitig aggressiv auf alles. Oftmals war mir auch total schwindelig, ich hab zu Hause geweint, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Leider wird das von der Umwelt viel zu oft als ein "Die-will-nur-nicht-mehr-arbeiten" ausgelegt, was mich zusätzlich fertig macht.
Bei mir hat sich jetzt so eine Angst eingestellt. Ich merke, dass ich irgendwie nicht mehr kann, dass es mir aber jederzeit blühen kann, wieder "zu müssen". Ich frage mich nur, wie ich das machen und schaffen soll. Habe jetzt eine regelrechte Angst vor dem Arbeitsamt mit seinen ewigen Kursen entwickelt. Gehe immer mit einem flauen Gefühl zum Briefkasten, ob da nicht schon wieder eine Vorladung vom Amt drin ist.
Ich bitte um Hilfe, denn ich weiss wirklich nicht, wie ich in Zukunft damit umgehen soll. Meine schnelle Erschöpfung ist real und eher ein psychisches, als ein physisches Problem. Körperlich bin ich gesund, hab mich ja untersuchen lassen.
Ich bin 51 Jahre alt und habe heute über die Beantragung von Frührente nachgedacht, die man ja ab 55 beanspruchen kann. Weiss darüber jemand Bescheid? Habe ich mit meinen Symptomen Aussicht auf Frührente?
Danke für die Antworten.

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